DJI Avata 2

Die DJI Avata ist eine FPV-Drohne. FPV bedeutet „First Person View“: Die steuernde Person sieht das Kamerabild über eine Videobrille so, als sei sie selbst die Drohne. Natürlich kann man davon Aufnahmen machen – welche einen ganz besonderen Eindruck vermitteln. Für ruhige Kamerafahrten und stabilisierte Aufnahmen ist die Drohne weniger geeignet, dafür bieten sich herkömmlich Modelle eher an. Sie wiegt (Avata 2)  laut DJI etwa 377 Gramm, ist in der EU als C1-Drohne klassifiziert, hat eine maximale Flugzeit von ungefähr 23 Minuten unter Testbedingungen, ein sehr weites Sichtfeld von 155 Grad und unterstützt 4K-Video.

Unterrichtsideen

Die Avata eignet sich hervorragend, um Perspektive, Kamerabewegung und Immersion zu thematisieren. Schüler:innen können untersuchen, wie sich eine FPV-Aufnahme anfühlt, wie sie Spannung erzeugt und wo sie in Werbung, Sportvideos, Musikvideos oder Dokumentationen eingesetzt wird. Auch für typische Schulvorstellungen oder Projekte und Schulaktionen kann sie (z.B. Mountain-Biking oder andere sportliche Projekte) eine tolle Ergänzung sein.

Statt einfach „herumzufliegen“, planen Lernende eine Szene: Startpunkt, Bewegung, Blickrichtung, Ziel, Dramaturgie. Sie erstellen Storyboards und überlegen, welche Kamerafahrt zur Geschichte passt. Die Drohne wird so zum filmischen Werkzeug. Man erlebt die Geschichte aus der Perspektive der Drohne und kann sich so besser hineinversetzen.

An der Avata lassen sich Flugstabilisierung, Sensorik, Funkübertragung, Akkuenergie, Luftwiderstand und Sicherheitsmechanismen besprechen. Die Drohne eignet sich als anschauliches Beispiel für technische Systeme mit mehreren miteinander arbeitenden Komponenten.

Drohnen werden in Filmproduktion, Vermessung, Inspektion, Landwirtschaft, Journalismus und Rettungswesen eingesetzt. Die Avata kann als Einstieg dienen, um Berufsfelder rund um Medienproduktion und Drohnentechnik zu erkunden.

Die Drohne eignet sich nach unserer Erfahrung in hohem Maße für Koordinationsübungen im dreidimensionalen Raum und eröffnet Möglichkeiten für Reaktionstraining und zielgerichtete Entscheidungen, auch wenn es einmal stressig wird. Der Anspruch kann je nach Geschwindigkeit gesteigert und z.B. durch einen Parcours intensiviert werden.

Best Practice

Die Avata sollte im schulischen Kontext nicht als frei nutzbares Schülergerät verliehen werden, sondern als betreutes Demonstrations- und Produktionsgerät. Die steuernde Person sollte rechtlich qualifiziert, eingewiesen und sicher im Umgang mit FPV sein. Bei C1-Drohnen sind in der offenen Kategorie unter anderem Betreiberregistrierung und A1/A3-Kompetenznachweis relevant; Flüge über Menschenansammlungen sind verboten, und unbeteiligte Personen dürfen nicht erwartbar überflogen werden. Für FPV-Flüge ist ein Beobachter besonders wichtig, weil die pilotierende Person durch die Brille nicht gleichzeitig den Luftraum beobachten kann. Der Beobachter muss die Drohne im Blick behalten und mit der steuernden Person kommunizieren können.

Pädagogisch bewährt sich ein klarer Produktionsablauf: zuerst Filmbeispiele analysieren, dann Storyboard und Shotlist erstellen, anschließend Flugroute prüfen, dann nur wenige geplante Takes aufnehmen und abschließend das Material gemeinsam auswerten. Für den Einstieg kann ein Simulator oder eine Trockenübung mit Rollenverteilung sehr sinnvoll sein. Für Reaktions- und Koordinationsübungen eignet sich ein abgesperrter oder umgebauter Bereich, wie z.B. eine Sporthalle mit heruntergelassenem Trennsystem.

Ihr habt Fragen oder Anregungen zu unserem Angebot? Dann kontaktiert uns einfach, wir freuen uns auf euch und eure Ideen. Für allgemeinen Anfrage schreibt uns bitte eine E-Mail an info(at)mz.ladadi.de.

Go to Top