Die Pocket 3 sollte mit einfachen Filmregeln eingeführt werden: kurze Takes, ruhige Bewegungen, klare Bildausschnitte, Licht von vorne oder seitlich und Ton möglichst nah an der sprechenden Person. Für Interviews sollte ein externes Funkmikrofon genutzt werden, weil guter Ton wichtiger ist als perfekte Bildqualität. Denkbar sind außerdem typische kurze Videoformate, die gerade mit dieser Kamera von vielen Persönlichkeiten auf Social Media genutzt werden (Tiktok, Instagram).
Eine sehr gute Einstiegsaufgabe ist der „60-Sekunden-Schulreport“: Die Gruppe plant drei Einstellungen, nimmt ein kurzes Interview auf und schneidet daraus einen Beitrag von maximal einer Minute. So lernen die Lernenden Planung, Bildgestaltung, Tonaufnahme und Reduktion.
Unterrichtsideen
Lernende üben „Fragen stellen“, aktiv zuhören, nachfragen und Gespräche strukturieren. Das Wireless Pro ermöglicht, zwei Personen gleichzeitig aufzunehmen, zum Beispiel Reporter und Gast.
Das Set eignet sich für mobile Sprachaufnahmen, Interviews in und um die Schule, Audioguides, Rolleninterviews oder dokumentarische Formate. In Verbindung mit Tablets oder Laptops können daraus Podcasts entstehen. So können die schuleigenen Geräte aufgewertet und mit sehr gutem Ton ergänzt werden.
Das Set ist realitätsnah für Medienberufe: Redaktion, Journalismus, Social Media, Dokumentation, Veranstaltungsaufnahme und Unternehmenskommunikation. Es wird so 1:1 auch bei echten Produktionen verwendet und ermöglicht erste Erfahrungen damit zu sammeln.
Best Practice
Vor der Aufnahme sollte immer ein kurzer Testclip gemacht und mit Kopfhörer kontrolliert werden. Die wichtigste Regel lautet: Das Mikrofon muss nah an die Stimme. Bei Lavaliermikrofonen funktioniert eine Position im Brustbereich meist gut; Kleidung, Schmuck und Reißverschlüsse sollten nicht am Mikrofon reiben. Vor allem in und aus der Bewegung gibt es sonst Störtöne, Rauschen, Klappern oder sonstige Beigeräusche.
Für Interviews empfiehlt sich die getrennte Aufzeichnung der beiden Mikrofone auf separaten Spuren. So kann man später eine laute und eine leise Person unabhängig bearbeiten.
Im Unterricht sollten die Rollen klar verteilt werden: Reporter/in, Kamera, Regie, Datenmanagement. Nach der Aufnahme wird nicht nur das Bild, sondern gezielt der Ton ausgewertet: Ist Sprache verständlich? Gibt es Raumhall? Wind? Rascheln? Zu großen Abstand? So wird der Ton ein Bestandteil einer (fachlichen) Rückmeldung.
Ihr habt Fragen oder Anregungen zu unserem Angebot? Dann kontaktiert uns einfach, wir freuen uns auf euch und eure Ideen. Für allgemeinen Anfrage schreibt uns bitte eine E-Mail an info(at)mz.ladadi.de.


