Didaktische und pädagogische Buchtipps von der Didacta

Wir waren von euch auf der Didacta unterwegs und haben viele neue Bücher für uns entdeckt, welche vor allem im praktischen, aber auch wissenschaftlichen Bereich spannende Ideen, Gedanken und Konkretisierungen liefern.

Themenbereich : KI im Unterricht

ChatGPT im Geschichtsunterricht – Oliver Held

Dieses Buch richtet den Blick gezielt auf den Geschichtsunterricht und zeigt, wie ChatGPT dort sinnvoll eingesetzt werden kann. Es geht nicht einfach darum, Texte mit einer KI erstellen zu lassen, sondern darum, historische Lernprozesse zu unterstützen: etwa beim Formulieren von Fragestellungen, beim Umgang mit Quellen, bei Rollenperspektiven oder bei der Vorbereitung von Unterrichtsmaterialien. Das Buch ist vor allem für Lehrkräfte interessant, die das Thema KI fachbezogen und mit einem klaren didaktischen Anspruch angehen möchten und konkrete Hilfestellungen beim aktiven Einsatz im Unterricht suchen. Für uns – auch als Fachfremde“ sind die Inhalte klar nachvollziehbar.

Künstliche Intelligenz im Unterricht

Der Titel versteht sich als praxisnaher Einstieg in das Thema und spricht Lehrkräfte an, die sich einen Überblick verschaffen möchten. Behandelt werden grundlegende Möglichkeiten von KI im Schulalltag, aber auch Fragen, die viele Kolleginnen und Kollegen beschäftigen: Wo liegen die Chancen? Wo sind Grenzen? Und wie lässt sich KI so einsetzen, dass sie Unterricht unterstützt, ohne pädagogische Verantwortung aus der Hand zu geben? Das Buch ist damit besonders für den schulischen Alltag geeignet und bietet einen guten Zugang für alle, die sich dem Thema strukturiert nähern wollen. Das Buch eignet sich damit eher für einen groben Überblick und geht nicht auf direkt auf fachspezifische Umsetzungen ein.

KI für den Deutschunterricht – Inez De Florio-Hansen

Hier steht der Deutschunterricht im Mittelpunkt. Das Buch zeigt, wie KI bei Schreibprozessen, Textanalysen oder kreativen Sprachaufgaben genutzt werden kann und greift dabei auch Deutsch als Zweit- und Fremdsprache mit auf. Besonders hilfreich ist, dass neben praktischen Einsatzideen auch problematische Seiten mitgedacht werden, zum Beispiel Fragen nach Täuschung, Urheberschaft oder Datenschutz. Dadurch eignet sich der Band vor allem für Lehrkräfte, die KI nicht unkritisch übernehmen, sondern bewusst und fachlich passend einsetzen möchten. Wir finden dabei gut, dass die Inhalte direkt für konkrete Klassensituationen dargestellt werden, damit man sie relativ unproblematisch und niedrigschwellig einsetzen kann.

Themenbereich: Digitale Didaktik und Schulentwicklung

Digitale Didaktik – Charlotte Reich / Kersten Reich

Dieses Buch setzt nicht bei einzelnen Programmen oder Apps an, sondern bei der grundsätzlichen Frage, wie Lernen unter digitalen Bedingungen gestaltet werden kann. Es geht um zeitgemäße Unterrichtskonzepte, um Selbstständigkeit im Lernen, um Feedback, um Lernräume und um die Verbindung von Präsenz- und Online-Phasen. Gerade dadurch wirkt der Band sehr anschlussfähig für die Praxis: Er hilft dabei, digitale Elemente nicht nur einzubauen, sondern didaktisch sinnvoll einzuordnen. Gerade fachwissenschaftlich macht dieses Buch einen guten Eindruck und hilft, Zusammenhänge klar darzustellen und wissenschaftlich valide Bezüge für die Unterrichtsplanung zu liefern.

Handbuch Lernen mit digitalen Medien – Gerold Brägger / Hans-Günter Rolff (Hrsg.)

Das Handbuch ist deutlich umfassender angelegt und eher als Nachschlagewerk oder Grundlagenband zu verstehen. Es bündelt Perspektiven auf Unterrichtsentwicklung, Schulentwicklung und die veränderten Anforderungen des Lernens mit digitalen Medien. Wer sich intensiver mit digitalen Transformationsprozessen in Schule beschäftigen möchte, findet hier einen breiten Überblick und viele Denkanstöße. Besonders geeignet ist das Buch deshalb für Kollegien, Steuergruppen oder für alle, die Schulentwicklung nicht nur punktuell, sondern langfristig gestalten wollen. Die einzelnen Fachartikel liefern damit für fast jede Situationen einen passenden Ansatz und eignen sich damit für Kollegien, welche sich „auf den Weg“ machen.

Schule 2035 – Jöran Muuß-Merholz


Dieser Titel hebt sich durch seinen Zukunftsblick hervor. Statt vor allem bestehende Praxis zu beschreiben, fragt das Buch danach, wie Schule in einigen Jahren aussehen könnte und welche Entwicklungen schon heute angestoßen werden sollten. Es lädt dazu ein, Schule größer zu denken: nicht nur in Bezug auf Technik, sondern auch mit Blick auf Lernkultur, Zusammenarbeit und gesellschaftliche Veränderungen. Damit ist der Band vor allem ein Impulsgeber für Schulentwicklungsprozesse und für Gespräche darüber, wie Schule zukunftsfähig werden kann. Hierbei fällt auf, dass viele schon bekannte Formate und Methoden, wie z.B. das Barcamp näher erläutert werden. Dieses Buch eignet sich unserer Meinung nach für Neueinsteiger, welcher sich methodisch strukturieren möchten.

Themenbereich: Bildung für Zukunft und Verantwortung

So gelingt Klimabildung – Gudrun Spahn-Skrotzki

Das Buch macht deutlich, dass Klimabildung mehr ist als ein einzelnes Unterrichtsthema. Es zeigt Wege auf, wie Fragen von Nachhaltigkeit, Verantwortung und Zukunftsgestaltung stärker in den Schulalltag eingebunden werden können. Dabei stehen nicht nur Wissensvermittlung, sondern auch Beteiligung, Haltung und Handlungsfähigkeit im Vordergrund. Der Band ist besonders geeignet für Schulen, die Bildung für nachhaltige Entwicklung nicht nur als Zusatz, sondern als festen Bestandteil ihrer pädagogischen Arbeit verstehen. Dabei können die Ansätze für gelungene Klimabildung direkt auch als Ansatz einer Präsenz in den Medien (Schülerzeitung, Schülerkanal, usw.) genutzt werden, um auf das Thema aufmerksam zu machen und sich damit auseinander zu setzen.

Themenbereich: Escape-Formate und spielerisches Lernen

EduCrimes – USA-Edition

Mit diesem Material wird der Englischunterricht zum Ermittlungsfall. Die Schülerinnen und Schüler lösen Kriminalfälle, arbeiten mit Hinweisen und Spuren und trainieren dabei zugleich sprachliche Kompetenzen. Der Reiz liegt vor allem in der Verbindung von Spannung, Aktivierung und fachlichem Lernen. Das Material eignet sich besonders für Lehrkräfte, die motivierende Unterrichtsformen suchen und sprachliches Lernen stärker handlungsorientiert gestalten möchten. Uns gefällt vor allem die Aufmachung und die vielen – doch halbwegs realistisch – aussehenden Materialien, welche zum Rätseln und gemeinsamen Reden auf Englisch einladen.

Escape-Rooms und Breakouts in der Schule einsetzen


Dieses Buch ist ein praktischer Leitfaden für alle, die Escape- oder Breakout-Elemente im Unterricht nutzen möchten. Es zeigt, wie solche Formate aufgebaut werden, worauf bei Planung und Durchführung zu achten ist und wie Rätsel sinnvoll mit fachlichen Inhalten verknüpft werden können. Besonders hilfreich ist der klare Praxisbezug: Der Band macht Mut, solche Methoden selbst auszuprobieren und an die eigene Lerngruppe anzupassen.

Escape Rooms für die Grundschule – Klasse 3/4

Der Titel richtet sich speziell an die Grundschule und bietet fertige Ideen, die direkt im Unterricht eingesetzt werden können. Im Vordergrund stehen altersgerechte Rätsel, gemeinsames Problemlösen und das Lernen im Team. Gerade für jüngere Schülerinnen und Schüler sind solche Formate oft besonders motivierend, weil sie Inhalte in eine spielerische und zugleich klar strukturierte Form bringen. Das Buch ist daher vor allem für den direkten Praxiseinsatz in Klasse 3 und 4 interessant und bietet eine Grundlage für weiterführende Unterrichtsplanung, sodass die vorgestellten Rätsel im Stil von „Mix&Match“ eine Ergänzung darstellen können.

2026-04-01T13:02:55+01:00
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