EdVenture Biologie See jetzt in Edupool

Das EdVenture „Biologie See“ ist ab sofort bei uns in Edupool unter „Tools“ verfügbar. Die Lernwelt von PlayInsight Studios trägt den Titel „Ökosystem See“ und richtet sich an den Biologieunterricht der Sekundarstufe I. Schülerinnen und Schüler können darin einen virtuellen See erkunden und sich mit seinen Lebewesen und Pflanzen beschäftigen. Für Lehrkräfte bietet sich damit ein neuer Anlass, ökologische Fragen im Unterricht aufzugreifen und die Klasse selbst auf Entdeckung gehen zu lassen. [1]

Wer mit einer Lerngruppe über einen See spricht, kann an vieles anknüpfen: den letzten Badetag, Fische am Ufer oder Algen im Wasser. Schwieriger wird es bei dem, was unter der Oberfläche geschieht. Warum wachsen Wasserpflanzen nicht überall? Wovon leben die Tiere? Und was verbindet einen unscheinbaren Kleinstorganismus mit einem größeren Fisch? Solche Fragen eignen sich gut als Ausgangspunkt für die Arbeit mit der Lernwelt. Nicht immer hat man die Zeit oder die Gelegenheit „in echt“ eine entsprechende Exkursion vorzunehmen und „Hand anzulegen“. Hier schafft unsere neue Lernwelt Abhilfe.

Den Lebensraum See erkunden

Das EdVenture stellt den See als interaktive 3D-Lernumgebung dar. Inhaltlich geht es um die Gliederung des Lebensraums, Pflanzen- und Tierarten sowie ihre Beziehungen in Nahrungsnetzen. Auch das Zusammenspiel zwischen Lebewesen und Umweltbedingungen gehört zum Themenfeld. Aufgaben, Quests und Quizfragen geben der Erkundung eine Richtung. Die Lernwelt lässt sich gemeinsam mit der Lehrkraft oder für selbstständige Arbeitsphasen nutzen.

Für den Unterricht liegt darin eine interessante Möglichkeit: Ein zunächst abstrakter Begriff wie „Ökosystem“ erhält einen räumlichen Bezug. Die Lernenden können ihre Fragen an einem gemeinsamen Gegenstand entwickeln. Im anschließenden Gespräch lässt sich dann aufgreifen, welche Beziehungen sie erkannt haben und an welchen Stellen noch Erklärungen fehlen. Fachbegriffe bekommen dabei einen konkreten Zusammenhang, auf den sich die Klasse immer wieder beziehen kann.

Aus einer Entdeckung wird eine biologische Frage

Für einen ersten Einsatz empfehlen wir, eine überschaubare Leitfrage auszuwählen. „Wie hängen die Lebewesen im See miteinander zusammen?“ wäre ein möglicher Anfang. Dazu könnten die Schülerinnen und Schüler ausgewählte Organismen näher betrachten und zusammentragen, was sie über deren Lebensraum und Nahrung erfahren. Anschließend skizzieren sie die Beziehungen zwischen ihnen. Wo Angaben fehlen, halten sie eine offene Frage fest. So wird zugleich sichtbar, welche Informationen für eine begründete Erklärung noch gebraucht werden.

Spannend wird es, wenn die Klasse über die einzelnen Arten hinausdenkt. Welche Lebewesen könnten betroffen sein, wenn eine Nahrungsquelle seltener wird? Welche Vermutung lässt sich mit den gesammelten Informationen begründen? Solche Fragen eignen sich für die anschließende Diskussion und können mithilfe weiterer Unterrichtsmaterialien vertieft werden.

Eine Doppelstunde als Einstieg

Die Aufgaben rund um die Erkundung lassen sich unterschiedlich anspruchsvoll gestalten. Manche Lernende brauchen zunächst eine kleine Auswahl an Organismen und Hilfen beim Beschreiben. Andere können bereits mehrere Beziehungen verknüpfen oder die Folgen einer Veränderung diskutieren. Für sprachliche Unterstützung eignen sich Satzanfänge wie „Dieses Lebewesen benötigt …“ oder „Zwischen diesen beiden Arten besteht eine Beziehung, weil …“. Entscheidend ist, dass die fachliche Frage zur Lerngruppe passt.

Auch bei wenigen verfügbaren Geräten ist ein Einstieg denkbar. Die Lehrkraft kann die Lernwelt am großen Bildschirm zeigen und die Klasse an der Erkundung beteiligen: Welchen Bereich wollen wir genauer betrachten? Welche Information brauchen wir für unsere Frage? Die Schülerinnen und Schüler begründen ihre Vorschläge und halten Ergebnisse fest. So entsteht eine gemeinsame Arbeitsphase, aus der anschließend eigene Aufgaben hervorgehen können.

Die Verbindung zum See vor Ort

Besonders reizvoll ist eine Verbindung mit einem Gewässer in der Umgebung. Vor einem Unterrichtsgang könnte die Klasse mithilfe der Lernwelt Fragen sammeln, denen sie draußen nachgehen möchte. Nach dem Besuch ließen sich Beobachtungen vergleichen: Welche Lebensräume konnten wir erkennen? Welche Organismen haben wir gesehen? Was blieb uns verborgen? Dabei bietet sich auch ein Gespräch darüber an, wie ein digitales Modell die Wirklichkeit auswählt und darstellt.

Daran lassen sich Fragen des Gewässerschutzes anschließen. Die Jugendlichen könnten beispielsweise recherchieren, welche Regeln an einem örtlichen Badesee gelten und welche Lebensräume damit geschützt werden sollen. Eine mögliche Aufgabe wäre, eine ausgewählte Regel biologisch zu begründen. Die Lehrkraft ergänzt dafür Informationen zum konkreten Gewässer. Auf diese Weise erhält das Wissen aus der Unterrichtseinheit einen Bezug zu einem Ort, den viele aus ihrem Alltag kennen.

Mit Edumaps und AIS-Chat weiterarbeiten

Nach der Erkundung des Sees lohnt es sich, die unterschiedlichen Entdeckungen der Klasse zusammenzutragen. Dafür könnte die Lehrkraft in Edumaps eine gemeinsame Pinnwand vorbereiten. In Spalten wie „Unsere Entdeckungen“ und „Das möchten wir noch herausfinden“ sammeln die Schülerinnen und Schüler kurze Beiträge. Ein Paar beschreibt einen Organismus, ein anderes lädt die eigene Skizze eines Nahrungsnetzes hoch. Wer seine Beobachtung lieber mündlich erklärt, kann eine kurze Audioaufnahme beisteuern. Bei entsprechend eingerichteten Schreibrechten arbeitet die Lerngruppe an derselben Map.

Eine solche Sammlung bietet einen guten Anlass zum Nachfragen. Vielleicht haben zwei Gruppen dasselbe Tier betrachtet, sind aber zu unterschiedlichen Erklärungen gekommen. Dann kann die Klasse gemeinsam überlegen, welche Aussage sich belegen lässt. Auch die anfangs gesammelten Fragen bleiben auf der Pinnwand stehen. Am Ende der Unterrichtseinheit lässt sich nachsehen, welche inzwischen beantwortet sind und wo sich eine weitere Recherche lohnt.

Für einzelne offene Fragen lässt sich AIS-Chat hinzunehmen. Die Lehrkraft kann dafür einen fiktiven Dialogpartner oder ein Lernszenario vorbereiten und den Zugang mit der Klasse teilen. Zum Thema See wäre beispielsweise eine Gewässerbiologin denkbar, der die Jugendlichen ihre Beobachtungen schildern. Ihr Auftrag könnte lauten: „Lass dir zuerst erklären, was wir herausgefunden haben. Stelle anschließend eine passende Rückfrage. Gib uns bei Schwierigkeiten einen kleinen Hinweis und warte auf unsere Antwort.“ Den vorbereiteten Dialog sollte die Lehrkraft vorab selbst ausprobieren.

Für die Arbeit damit würde sich eine Frage anbieten, die tatsächlich aus der Erkundung entstanden ist: Warum kommen bestimmte Wasserpflanzen nur in manchen Bereichen eines Sees vor? Die Lernenden formulieren zunächst eine eigene Vermutung und nehmen diese mit in das Gespräch. Anschließend prüfen sie die erhaltenen Erklärungen anhand der Lernwelt, des Schulbuchs oder eines geeigneten Sachtextes. Auch eine überzeugend formulierte KI-Antwort kann fachliche Fehler enthalten. Gerade deshalb gehört die Frage „Woher wissen wir das?“ mit in die Auswertung.

Zum Schluss ergänzen die Paare ihren Beitrag in Edumaps um eine überarbeitete Erklärung. Dazu schreiben sie kurz, welcher Hinweis ihnen geholfen hat und worauf sie ihre Antwort stützen. So lässt sich später nachvollziehen, wie aus einer ersten Beobachtung eine begründete Aussage geworden ist. Für den Einstieg genügt eine einzige Frage pro Paar; daraus kann bereits eine Sammlung entstehen, mit der die Klasse in der nächsten Stunde weiterarbeitet.

Über Edupool starten

Die Lernwelt läuft im Browser und benötigt keine Installation. Für den ersten Einsatz empfiehlt sich ein kurzer Probelauf mit den Geräten und im Netz der Schule. Vorsicht, das Spiel hat eine gewisse Größe, beim gleichzeitigen Start einer Klasse müssen zunächst die Spieldaten im Browser geladen werden. Das kann dann auch einmal wenige Minuten dauern. Ein aktueller Browser und ausreichend leistungsfähige Geräte sind deshalb für einen reibungslosen Einstieg wichtig.

Ihr findet das EdVenture ab sofort in Edupool im Bereich „Tools“. Schaut euch den virtuellen See in Ruhe an und überlegt, welche Frage eure Klasse dort untersuchen könnte. Für den Anfang darf sie ruhig klein sein. Schon die Frage, wie zwei Lebewesen miteinander verbunden sind, kann ein gutes Gespräch über das Leben im See eröffnen.

Quellen

PlayInsight Studios. (o. J.). Lernwelt Ökosystem See. https://playinsightstudios.com/lernwelt1/

PlayInsight Studios. (2026, 7. September). Häufig gestellte Fragen. https://lab.playinsightstudios.com/support/

2026-10-25T11:29:12+01:00
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